ZUM BUCH

 

Viele Heilige der Advents- und Weihnachtszeit haben seit jeher eine besondere Anziehung auf die Menschen ausgeübt. Sie gelten als „brauchtumsstark“ und haben nicht nur in der Liturgie, sondern auch außerhalb des Gottesdienstes ihren Platz gefunden, wie Barbara, Nikolaus, Luzia, Stephanus, Johannes oder die Heiligen Drei Könige. Das vorliegende Buch stellt sie und viele andere als Mystiker, Märtyrer, Dichter und Freudenboten vor Augen, als Menschen der Tat und Menschen mit „Durchblick“.

In verschiedenen Feierformen (z.B. Messe, Morgen- und Abendlob, Andacht) wird die Bedeutung der Heiligen für die Gestaltung der Advents- und Weihnachtszeit sichtbar.

 

 

ZUR HERAUSGEBERIN

 

Monika Maßmann, geboren 1962, ist Diplomtheologin, Mitarbeiterin bei der Zeitschrift „Liturgie konkret“ sowie Herausgeberin und Autorin verschiedener Bücher und Texte zu Spiritualität und Gottesdienstgestaltung.

MONIKA MASSMANN (Hg.)

 

 

Widerschein der Liebe Gottes

 

Heiligengottesdienste von St. Martin bis Dreikönig

 

 

 

 

 

 

 

 

VERLAG FRIEDRICH PUSTET
REGENSBURG

IMPRESSUM

 

 

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

 

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

 

 

eISBN 978-3-7917-6041-4 (epub)

© 2014 by Verlag Friedrich Pustet, Regensburg

Umschlagbild: Fotolia, © broek188

Layout und Umschlaggestaltung: Martin Veicht, Regensburg

Satz: MedienBüro Monika Fuchs, Hildesheim

eBook-Produktion: Friedrich Pustet, Regensburg

 

Diese Publikationen ist auch als Printprodukt erhältlich:

ISBN 978-3-7917-2612-0

 

Weitere Publikationen aus unserem Programm finden Sie unter

www.verlag-pustet.de oder www.liturgie-konkret.de

 

Kontakt und Bestellung: verlag@pustet.de

EINFÜHRUNG

Viele Heilige der Advents- und Weihnachtszeit gelten als „brauchtumsstarke Heilige“, die nicht nur in der Liturgie, sondern auch außerhalb des Gottesdienstes ihren Platz gefunden haben, wie Barbara, Nikolaus, Luzia, Stephanus, Johannes oder die Heiligen Drei Könige. Dass sie im Weihnachtsfestkreis beheimatet sind, beruht meistens auf ihrem Todesdatum und der alten Überlieferung ihres Gedenkens. Lassen sich trotz dieser Zufälligkeiten aus ihren Gedenk- und Festtagen Impulse für die Bedeutung und Gestaltung der Advents- und Weihnachtszeit finden?

In vorliegendem Buch werden uns verschiedene Heilige dieser Zeit unter bestimmten Gesichtspunkten gottesdienstlich vor Augen gestellt – als Mystiker, Märtyrer, Dichter und Freudenboten; als Menschen der Tat und Menschen mit „Durchblick“. Ihnen beigefügt sind auch drei Heilige, deren Feier noch nicht in den Advent fällt, die aber durch ihr Leben bereits auf den adventus domini hinweisen, dessen Feier einstmals mit dem Martinstag begann („Quadragesima sancti Martini“). Etliche der Heiligen sind uns wohlbekannt, manche eher weniger, wie etwa Charles de Foucauld, Peter Friedhofen – oder Philipp Nicolai, der seinen Platz im Ökumenischen Heiligenkalender hat. Zu jedem dieser sieben Kapitel findet sich auch ein besonderes Lied, das nicht nur den jeweiligen Gesichtspunkt nochmals herausstellt, sondern auch den Lieder-„Schatz“ dieser Zeit etwas ergänzen kann.

Es sind verschiedene Feierformen (Messe, Morgen- und Abendlob, Andacht), deren Elemente aber auch jeweils in einer anderen Feiergestalt Platz haben können. Die Texte stammen teilweise aus der Gottesdiensthilfe Liturgie konkret und wurden für dieses Buch auf das neue Gotteslob hin überarbeitet. Den Mitarbeitern sei an dieser Stelle herzlich dafür gedankt.

 

Hildesheim, im Juli 2014        Monika Maßmann

VORGESCHMACK

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Abb. 1: Martin von Tours

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Abb. 2: Elisabeth von Thüringen

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Abb. 3: Cäcilia

NIEDRIG UND ZERBRECHLICH

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Aus der Kantate „Die Nacht durchbrich mit deinem Licht“

T: Eugen Eckert M: Peter Reulein © Strube Verlag, München

MARTIN VON TOURS

11. NOVEMBER

Zur Eröffnung
GL 275 (Selig, wem Christus)

Einführung
Die vielen kirchlichen Feiern heute, die Martinslieder und Laternenumzüge stellen einen Lobpreis Martins dar, der einer der populärsten und zugleich nachahmenswertesten Heiligen aller Zeiten ist. Zahlreiche Kirchen sind ihm geweiht; allein in Bayern sind es über einhundert, von denen die Martinskirche in Landshut die bedeutendste ist und den größten Backsteinkirchturm der Welt aufweist. Im Chorgestühl ist eingeschnitzt: „Wenn alle Wesen Zungen hätten, so wären sie nicht imstande, das Lob des Heiligen würdig zu singen.“ In ihm begegnet uns Christus selbst.

Kyrie-Rufe
Gott aus Gottes Ewigkeit, trittst herein in unsere Zeit:

nach GL 160 (A) Christus, Herr, erbarme dich.

Teilst mit uns Leid und Tod, schenkst uns dich selbst im Brot: (A) Christus, erbarme dich.

Bleibst uns in den Menschen nah, bist in ihnen für uns da: (A) Christus, Herr, erbarme dich.

Lesung
Jes 61,1–3a oder
aus der Lebensbeschreibung des heiligen Martin von Sulpicius Severus:

Einmal, er besaß schon nichts mehr als seine Waffen und ein einziges Soldatengewand, da begegnete ihm im Winter, der ungewöhnlich rauh war, so dass viele der eisigen Kälte erlagen, am Stadttor von Amiens ein notdürftig bekleideter Armer. Der flehte die Vorübergehenden um Erbarmen an. Aber alle gingen an dem Unglücklichen vorbei. Da erkannte der Mann voll des Geistes Gottes, dass jener für ihn vorbehalten sei, weil die andern kein Erbarmen übten. Doch was tun? Er trug nichts als den Soldatenmantel, den er umgeworfen, alles Übrige hatte er ja für ähnliche Zwecke verwendet. Er zog also das Schwert, mit dem er umgürtet war, schnitt den Mantel mitten durch und gab die eine Hälfte dem Armen, die andere legte er sich selbst wieder um. Da fingen manche der Umstehenden an zu lachen, weil er im halben Mantel ihnen verunstaltet vorkam. Viele aber, die mehr Einsicht besaßen, seufzten tief, dass sie es ihm nicht gleich getan und den Armen nicht bekleidet hatten, zumal sie bei ihrem Reichtum keine Blöße befürchten mussten.

In der folgenden Nacht nun erschien Christus mit jenem Mantelstück, womit der Heilige den Armen bekleidet hatte, dem Martinus im Schlafe. Er wurde aufgefordert, den Herrn genau zu betrachten und das Gewand, das er verschenkt hatte, wieder zu erkennen. Dann hörte er Jesus laut zu der Engelschar, die ihn umgab, sagen: „Martinus, obwohl erst Katechumene, hat mich mit diesem Mantel bekleidet.“ Eingedenk der Worte, die er einst gesprochen: „Was immer ihr einem meiner Geringsten getan, habt ihr mir getan“, erklärte der Herr, dass er im Armen das Gewand bekommen habe. Um das Zeugnis eines so guten Werkes zu bekräftigen, würdigte er sich in dem Gewande, das der Arme empfangen hatte, zu erscheinen. Trotz dieser Erscheinung verfiel der selige Mann doch nicht menschlicher Ruhmsucht, vielmehr erkannte er in seiner Tat das gütige Walten Gottes und beeilte sich, achtzehnjährig, die Taufe zu empfangen. Er entsagte jedoch dem Heeresdienst noch nicht sogleich, da er den Bitten seines Tribuns nachgab, mit dem er in vertrauter Kameradschaft zusammenlebte. Denn jener versprach, nach Ablauf seiner Dienstzeit als Tribun der Welt den Rücken zu kehren. Durch diese Zusage ließ sich Martinus bestimmen, noch ungefähr zwei Jahre lang nach seiner Taufe, freilich nur dem Namen nach, zu dienen.

Antwortpsalm
Ps 112; GL 61,1.2 (VV. 1–5.9)

Halleluja
GL 174,3

Halleluja
Mt 25,31–40

Impuls

Das Wissen um das Leben und Wirken Martins ist heute meist auf die Mantelteilung und allenfalls noch seine Bischofswahl beschränkt. Dank der Schriften eines seiner Schüler, Sulpicius Severus mit Namen, war und ist man über das Leben Martins recht gut unterrichtet. In ihnen nehmen die verschiedenen Leistungen Martins einen entsprechenden Raum ein: seine Wunder, seine Askese, sein unablässiges Gebet, sein Wirken als Bischof, seine Missionsreisen, sein unerschrockenes Auftreten auch vor den Mächtigsten der damaligen Welt, sein Einsatz gegen die damals abweichenden Glaubenslehren, seine Zuwendung zu den Ärmsten und Kranken. Martin lässt sich nicht auf eine – wenn auch besondere – Tat reduzieren.

Martin ist auch nicht einfach nur Martin von Tours. Sein langes Leben ist geprägt von einer geradezu modernen Mobilität: Geboren in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts im heutigen Ungarn, aufgewachsen in Norditalien, wo sein Vater als Militärtribun tätig war; als Soldat stationiert (unter anderem) in Nordfrankreich; Einsiedler auf einer Insel in der Bucht von Genua, Klostergründer in der Nähe von Poitiers und dann noch einmal in Tours; als Bischof, Missionar und Wundertäter im ganzen Gebiet der Loire unterwegs. Zwischenzeitlich sehen wir ihn auch in Trier beim Kaiser, dann wieder in Mailand; in den Alpen wird er einmal überfallen.

Martin ist ein europäischer Heiliger, ein Mann von außergewöhnlichem Format, der einem Benedikt oder anderen Patronen Europas in nichts nachsteht und heute zu Unrecht oft zu einem bloßen Kinderfreund reduziert wird.

Die Verehrung und Hochschätzung wird Martin erwiesen vor allem seiner radikalen und ehrlichen Christusnachfolge wegen. Sulpicius Severus wird nicht müde, sein Leben nach dem Evangelium zu beschreiben. So sei er schon vor der Taufe gegenüber der Stimme des Evangeliums nicht taub gewesen, habe Hungernde gespeist, Nackte gekleidet und sich keine Sorge um den kommenden Tag gemacht. Als Martin im Jahr 397 starb, wurde er längst vom Volk als Heiliger verehrt; er ist einer der ersten Heiligen überhaupt, denen diese Verehrung als Nicht-Martyrer zuteil wird. Bischof Martin starb am 8. November; sein Begräbnis drei Tage später glich einem Triumphzug; eine unglaublich große Menschenmenge nahm daran teil, allein etwa 2000 Mönche geleiteten Martin zur letzten Ruhe. Bis heute wird sein Andenken in Tours lebendig gehalten – darüber hinaus lebt er bis heute in den Herzen zahlloser Gläubiger als Mensch, der gütig und zum Helfen bereit war.

Fürbitten
Was wir für einen unserer geringsten Brüder tun, das tun wir für Jesus Christus. Ihn wollen wir bitten: Bruder Christus – wir bitten dich, erhöre uns.

Herr, höre unsere Bitten auf die Fürsprache des heiligen Martin und gewähre uns dein Heil – heute und in Ewigkeit.

Segnung der Lichter
Benediktionale 79

Wort auf den Weg

So wie die Martinslaternen Licht in die dunkle Nacht bringen, so kann die Botschaft vom Reich Gottes die Finsternis unserer Tage hell machen: Deshalb tragt in die Welt nun ein Licht, das die Angst vertreibt und den Weg durch die Dunkelheiten des Lebens zeigt. Tragt in die Welt ein Licht, das hell leuchtet und von einer Liebe erzählt, die stärker ist als alle dunklen Machenschaften der Menschen. Tragt in die Welt ein Licht, das die Herzen der Menschen erleuchtet.

Robert Weinbuch

Sendung
GL 219 (Mache dich auf und werde Licht)

Guido Fuchs

WAS IHR DEM GERINGSTEN TUT, DAS HABT IHR MIR GETAN

MARTINSFEIER MIT KINDERN

Vorbemerkung
Die Feier findet in der Kirche statt mit anschließendem „Umzug“ um die Kirche. Auf dem Kirchplatz ist dann ein kleines Martinsfeuer entzündet, um das herum sich alle versammeln und zusammen singen. Im Anschluss daran sind alle zum Weckmann-Essen eingeladen. –

Beim Einzug ist auch Bischof Martin dabei mit Gewand, Mitra und Stab.

Eröffnung
Wir feiern heut ein Fest (Krenzer/Edelkötter; Liederbücher)

Kreuzzeichen und Einführung

Wir beginnen den Gottesdienst mit einem Zeichen, das uns immer wieder an Jesus Christus erinnert, dem Kreuzzeichen, und sprechen dazu:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

A  Amen.

Ich freue mich, dass heute so viele Kinder zusammen mit ihren Eltern und Großeltern den Weg in die Kirche gefunden haben.

Heute ist auch ein besonderer Gast da. Er hat eine besondere Kleidung an, die zeigt, welchen Beruf er hat. Er trägt einen langen Mantel, einen großen Hut und hat einen langen Stab in der Hand. Dies sind alles die Zeichen eines Bischofs. Der Bischof ist verantwortlich für alle Christen in den Städten und Dörfern eines Bistums. Hier seht ihr den Bischof Martin, der vor vielen hundert Jahren in der Stadt Tours in Frankreich gelebt habt. Was ihm passiert ist, als er ein junger Mann und noch kein Bischof war, werden wir gleich noch genauer erfahren.

Ausnahmsweise feiern wir nicht morgens Gottesdienst, sondern am Abend, wenn es draußen schon dunkel ist. Auch in der Kirche ist es heute recht dunkel. Zum Glück haben die Kinder ihre Laternen mitgebracht; ihr Licht kann uns auch etwas zeigen.

Lied
Licht auf meinem Weg (Liederbücher)

Gebet
Jesus, du unser Freund und Bruder, wir haben uns heute in der Kirche versammelt, um das Fest des heiligen Bischofs Martin zu feiern. Du hast ihm in der Gestalt eines Bettlers zugerufen, und er hat dir geholfen. Wir bitten dich: Lass auch uns dich erkennen, wenn du uns in unseren notleidenden Mitmenschen ansprichst, und mach uns stark, dass wir ihnen helfen und damit dir dienen können. Amen.

Martinsspiel
Das Spiel folgt dem Lied „Ein armer Mann“ (Krenzer/Janssens; Liederbücher)

Die Strophen werden ohne Wiederholung gesungen. Dazu spielen Martin (ohne Bischofsgewand, Mitra und Stab, dafür mit [teilbarem] Mantel) und ein Bettler die Geschichte anhand des Liedes nach.

Evangelium
Mt 25,31–40 (in angepasster Ausdrucksweise)

Impuls

Martin ist ein junger Soldat. Er ist abends unterwegs, er hat es eilig. Da begegnet ihm am Stadttor ein Mann, der furchtbar friert. Martin tut genau das Richtige. Ohne groß darüber nachzudenken teilt er seinen weiten Soldatenmantel mit diesem Mann. So weit kennen wir die Geschichte und haben sie auch soeben vorgesungen und vorgespielt bekommen.

In der nächsten Nacht passiert aber etwas Geheimnisvolles, wovon in den meisten Liedern und Spielen nichts berichtet wird. Im Traum nämlich sieht Martin Jesus, der eben den halben Mantel trägt, den Martin eigentlich dem Bettler gegeben hat. Und Jesus bedankt sich bei Martin dafür, dass er ihm den Mantel geschenkt hat. Zuerst versteht Martin das nicht, was er da geträumt hat. Doch er beginnt sich für diesen Jesus zu interessieren, will mehr über ihn wissen und die Christen näher kennen lernen. Dabei erfährt er, dass Jesus einmal gesagt hat: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Als Martin diesen Satz hört, versteht er seinen Traum und was damals in Wirklichkeit passiert ist. Ihm ist in dem armen Mann der Sohn Gottes, Jesus, selbst begegnet. Er fängt ein neues Leben an. Er will nicht länger Soldat sein, er lässt sich taufen und wird Christ. Er beginnt, tatkräftig die Botschaft von Jesus Christus den Menschen zu verkünden. Und er wird mit der Zeit so bekannt und beliebt bei den Leuten, dass sie ihn sogar zu ihrem Bischof machen. Bis heute denken wir an ihn, bis heute steht er uns als Beispiel und Vorbild eines mitfühlenden Menschen vor Augen, als einer, der die Botschaft Jesu, das Evangelium verstanden und danach gehandelt hat. So sollen auch wir es tun.

Lied
GL (1975) 619 (Was ihr dem geringsten Menschen tut)

Fürbitten
Auch wir wissen heute um viele Menschen, die in Not sind. Für sie wollen wir jetzt beten.

V/A  Jesus, nimm dich ihrer an und gib auch uns die Kraft dazu.

Vaterunser
Gemeinsam wollen wir nun zu unserem Vater im Himmel beten, wie Jesus es uns gelehrt hat:

Vater unser im Himmel …

Gebet
Allmächtiger Gott, der heilige Martin hat auf seinem Weg einen Bettler getroffen und deinen Sohn Jesus in ihm gefunden. Erleuchte auch unsere Augen, dass wir ihn in unseren Nächsten erkennen können, und gib uns den Mut, mit ihnen zu teilen, wenn sie in Not sind. Darum bitten wir dich im Namen Jesu Christi.

Segen
Mit dem Kreuzzeichen haben wir diese kleine Feier begonnen, mit dem Kreuzzeichen wollen wir sie beschließen:

Es segne euch und alle, denen wir begegnen, der gute Gott, der Vater …

Schlusslied
GL 545 (Sankt Martin)

mit Bischof Martin, wieder mit Bischofsgewand

Markus Rischen

ZEIGT EUER LICHT

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2. Dienst tat er in des Kaisers Heer mit Eifer, Stolz und Mut; ||: doch tief im Herzen suchte er nach einem größern Gut. :|| Licht, Licht …

3. Als er dem Bettler in der Nacht den halben Mantel ließ, ||: hat er sich auf den Weg gemacht, den Christus selbst ihm wies. :||

4. Das Amt des Bischofs schreckte ihn – man drängte ihn zum Thron –, ||: weil Macht und Glanz ihm wertlos schien im Tausch für Gottes Lohn. :||

5. Er lehrte seines Herrn Gebot vor Kaiser, Fürst und Knecht. ||: Er gab den Armen Kleid und Brot, war gütig und gerecht. :||